Materia Nova verfügt über einen Wasserstoff-Permeationsprüfstand, der die Bestimmung der Diffusionsgeschwindigkeit und der Permeabilität von Wasserstoff durch Membranen, Folien oder Platten ermöglicht. Ziel ist es, die Menge an Wasserstoff, die ein bestimmtes Material durchdringen kann, präzise zu messen, um dessen Barriereverhalten gegenüber Gasen zu bewerten. Diese Thematik hat mit der Entwicklung von Tanks, Rohrleitungen, Dichtungen und Polymerkomponenten für Wasserstoffanwendungen erheblich an Bedeutung gewonnen.

Das Prinzip basiert darauf, dass eine Seite einer Materialprobe mit Wasserstoff unter Druck beaufschlagt wird, während die andere Seite unter kontrollierten Bedingungen gehalten wird. Der Wasserstoff diffundiert aufgrund des Druckgradienten allmählich durch das Material. Der Wasserstofffluss wird mithilfe eines hochsensitiven Sensors erfasst, wodurch Messungen im ppm-Bereich möglich sind.

Das Gerät ermöglicht Messungen in verschiedenen Druckbereichen (0–100 bar) sowie in einem Temperaturbereich von −40 bis 120 °C.

Über die reine Charakterisierung hinaus unterstützt Materia Nova die Entwicklung und Optimierung von Hochleistungs-Barriermaterialien. Barrierefolien und -beschichtungen bieten kontrollierte Permeabilitätseigenschaften.